Armut – Jugendliche und junge Erwachsene in prekären materiellen Lebenslagen

JMD Fürth– Jugendliche und junge Erwachsene in prekären materiellen Lebenslagen

Viele Faktoren wie z.B. Schichtzugehörigkeit, Status, Herkunft, Alter, Geschlecht sowie Netzwerkstrukturen beeinflussen die Partizipationschancen von Migranten und Migrantinnen in der aufnehmenden Gesellschaft. Die angestrebte sprachliche, schulische und berufliche Integration ist vor allem auch durch eine gute soziale Einbindung zu realisieren. Die gesellschaftliche Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen wird vor allem durch Arbeitslosigkeit und geringes Einkommen erschwert.

Den höchsten Anteil der neu zugewanderten Bevölkerung in Fürth stellen die Thraker, eine ethnische Minderheit aus der Region Nordgriechenland. Die meisten Angehörigen der thrakischen Bevölkerung hatten keinen Zugang zu Bildung und konnten demnach auch keinen Schul- oder Berufsabschluss erreichen. Der Anteil an Analphabeten innerhalb dieser Gruppe ist signifikant hoch. Die Lebenswirklichkeit der Thraker ist geprägt von Langzeitarbeitslosigkeit,  beengten Wohnverhältnissen, (oftmals leben 8-10 Personen in einer Drei-Zimmer-Wohnung) und fehlenden Perspektiven. Die in allen Lebensbereichen präsente Armut und dadurch fehlende Möglichkeit der Partizipation führt zur Segregation dieser Gruppe.

Inder JMD-Beratung motivieren wir die Jugendlichen, einen Integrationskurs als ersten Schritt zur Verbesserung ihrer Sprachkompetenz zu absolvieren. Ohne ausreichende Sprachkenntnisse ist eine Integration in die Regelschule bzw. in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt unmöglich.